Landesgeschäftsstelle

Mag. Andrea Rath Biologin

Steirischer Jagdschutzverein

Gegründet 1882
Tummelplatz 7
8010 Graz

Parteienverkehr(nur gegen Voranmeldung):
Mo, Di 10:00-14:00 Uhr, Do 10:00-17:00 Uhr
Bürozeiten:
Mo-Mi 07:00-15:00 Uhr, Do 08:00-17:00 Uhr, Fr 07:00-14:00 Uhr
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Mob.: 0664 / 91 91 180
Fax: 0810 / 9554 438708
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biologin@jagdschutzverein.at
www.jagdschutzverein.at

ZVR-Zl.: 367836426
Steirischer Jagdschutzverein - Bankverbindung:
Raiffeisenlandesbank
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BIC: RZSTAT2G



Steirischer Jagdschutzverein 2.0

Die Hauptversammlung hat am 26.05.2018 beschlossen, den Steirischen Jagdschutzverein 2019 in neuer Struktur in sein 137. Bestandsjahr zu führen. Der Verein bleibt mit seinen mehr als 24.000 Mitgliedern in selber Stärke als Hauptverein erhalten, und ergänzend werden die bisherigen Zweigstellen - über die Statuten an den Hauptverein gebunden - als Zweigvereine weitergeführt. Die dadurch gewonnene Beweglichkeit wird auf allen organisatorischen Ebenen in eine noch intensivere Aufgabenerfüllung fließen. Bisherige Zweigstellenmitglieder können zukünftig Zweigvereinsmitglieder sein und sie bleiben automatisch Mitglieder im Hauptverein. Neu ist die Möglichkeit der ausschließlichen Mitgliedschaft im Hauptverein, und neu ist auch die Möglichkeit der beitragswirksamen gleichzeitigen Mitgliedschaft in mehr als einem Zweigverein.
Alle Details sind in den Statuten geregelt.

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Gedankensplitter zur Ethik

von Mag. Andrea Rath

Rehgais mit Kitz (Foto: G. Freimann)

Der Mensch ist ein Hordentier und braucht zum gedeihlichen Miteinander ein Regelwerk, das ihm, grob umrissen, sagt, was sein muss, was möglich ist und was nicht sein darf. Dabei vertreten die Ebenen der Rechts-, der religiösen und der moralischen Normen durchaus unterschiedliche Positionen.
„Was du nicht willst, dass man dir tu´, das füg´ auch keinem Andern zu“ ist ein in den stammesgeschichtlich ältesten Regionen des mittlerweile so hoch entwickelten menschlichen Gehirns tief verankertes Prinzip und genetische Aussteuer jedes einzelnen Menschen, egal welcher Konfession, welchem Kulturkreis oder welcher sozialen Schicht er angehört.
Es darf zu den herausragenden Kulturleistungen des Menschen gerechnet werden, dass er gelernt hat, seine Triebe zu beeinflussen. Ethische Überlegungen sollen für Wertepluralismus sensibilisieren, Orientierungshilfen und Entspannung an den Berührungsflächen von Wertegemeinschaften bieten, qualifizierte Auseinandersetzungen und begründete Urteile ermöglichen. Teilbereichsethiken versuchen Richtungsweisungen in speziellen Fragestellungen und so steht auch die Frage nach einer Jagdethik im Raum. Jäger denken in Tages-, Jahres- und Lebenszyklen und anders als „Natur-Liebhaber“ sind sie ganzheitlich  „Natur-Verstehende“.  Oberstes Prinzip des Jägers hat die Waidgerechtigkeit zu sein, die das gesamte gefühlte und gelernte Wissen um Verantwortungsbewusstsein und Anstand in der Jagd beinhaltet, ohne jemals exakt nach Punkt und Beistrich ausformuliert worden zu sein. Jäger kümmern sich nicht zuletzt um leidensfähige Wesen und deren Zuhause und sie treffen im Spannungsfeld steigender Begehrlichkeiten am limitierten Lebensraum verantwortungsbewusste Entscheidungen im Dienste der (nicht sehr an tugendhafter Maßhaltung interessierten) Gesellschaft, sei es bei der Hintanhaltung von Seuchen, der Mitgestaltung von Lebensräumen oder bei der Produktion hochwertiger Nahrungsmittel.
Waidgerechte  Jagd ist nachhaltige Jagd und als solche offiziell als agrarische Nutzungsform anerkannt. Oskar von Riesenthal (1830-1898) hat in seinem Gedicht „Waidmannsheil“ sehr berührend ausgedrückt.:

„Das ist des Jägers Ehrenschild,/daß er beschützt und hegt sein Wild,/waidmännisch jagt, wie sich’s gehört,/den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!
Das Kriegsgeschoß der Haß regiert, -/die Lieb’ zum Wild den Stutzen führt:/ drum denk’ bei Deinem täglich Brot/ob auch Dein Wild nicht leidet Noth?
Behüt’s vor Mensch und Thier zumal!/Verkürze ihm die Todesqual!/Sei außen rauh, doch innen mild, -/dann bleibet blank Dein Ehrenschild!“

Verwendete Literatur: Rath, A.: Gedankensplitter zur Ethik. In: Steirischer Jagdschutzverein (Hrsg.), 2015: Der Leitbruch - Jagd im 21. Jahrhundert. Brauchtum und Ethik. 1. Auflage, S. 5

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Einblicke ins Netzwerk "Natur"

Gartenzeit ist Schneckenzeit. Schenken Sie Igeln und deren bescheidenen Ansprüchen erhöhtes Augenmerk, wenn Sie die schleimigen Gartenbewohner ohne Einsatz von Chemie im Zaum halten möchten. Der sehr junge Igel im nachfolgenden im Video hat die Anzahl der ausgewachsenen Nacktschnecken innerhalb von weniger als einer Stunde um mehrere Exemplare reduziert ...

Der Eingang (Pfeil) ist links gut zu erkennen

Igel brauchen als hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktive Tiere tagsüber sicheren Unterschlupf, wofür sich lockere Strauchschnitthaufen oder Zwischenräume unter Gerätehütten, Brennholzstapeln oder Gartenlauben gut eignen. Wichtig ist weicher Boden zum Graben der Liegemulde. Idealerweise bleibt zumindest der Bereich um den Eingang ungemäht bzw. von dichtem krautigen Bewuchs umgeben. Das Anlocken von Igeln soll überall dort unterbleiben, wo die Tiere in eine sichere Fallensituation geraten (Brauchtumsfeuer!) oder wo für sie ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch z.B. unkontrolliert freilaufende Hunde besteht.

Erdkröte

Lassen Sie kleine Bereiche in Ihrem Garten "unkultiviert" und fördern Sie damit die Anreicherung des Bodenlebens insbesondere auch im Wurzelbereich. Die stacheligen Gesellen, die sich gerne von Schnecken, Würmern, Asseln, Steinläufern, Hundertfüßern, Laufkäfern, Insektenlarven usw. ernähren, werden es Ihnen danken, indem sie Ihnen und Ihren Blumen und Gemüsepflanzen zahlreiche Schnecken sowie unerwünschte Insekten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien giftfrei vom Leib halten. Das gilt übrigens auch für Kröten.


Hahnenbalz

(aufgenommen im April 2018)


Der treue Freund mit dem rauen Gesicht ...

von Mag. Andrea Rath

Der Mensch ist stammesgeschichtlich ein Hordentier, der Hund ein Rudeltier. Beide sind also prinzipiell gesellige Wesen.
Hunde brauchen, um sich orientieren zu können, eine stabile Rangordnung. Das bedeutet, dass der Hund vom Rudelführer im Idealfall seinen untergeordneten Platz zugewiesen bekommt und die Platzverteilung dann auch beibehalten wird. Es liegt in der Natur, dass der Hund im Lauf seines Erwachsenwerdens und vielleicht auch später gelegentlich versuchen wird, in der Rangordnung aufzusteigen. Je stimmiger und konsequenter daher die Positionen im Mensch-Hund Gefüge vergeben werden, desto weniger Missverständnisse wird es im Zusammenleben geben und desto entspannter und bereichernder wird die gemeinsame Zeit verlaufen.
Auch in der Mensch-Hund Beziehung liegt der Schlüssel zum Erfolg im wechselseitigen Vertrauen. Wo der vernunftbegabte Mensch durch Reflexion einiges an persönlichen negativen Erfahrungen für sich erklärbar machen und vielleicht entsprechend rückstandsarm verarbeiten kann, sind die diesbezüglichen Erfolgsaussichten beim Hund nicht so gut und daher gilt es, im Umgang mit Hunden darauf zu achten, Vertrauen aufzubauen, zu fördern und nicht durch Unachtsamkeit aufs Spiel zu setzen. Es gehört zu den beglückendsten Erlebnissen im Hundeführerleben, wenn der Hund schwanzwedelnd auf den Hundeführer zugelaufen kommt, in der Gewissheit, dass er hier Sicherheit und Geborgenheit hat - auch dann, wenn er eventuell von einem "unbeauftragten Ausflug" heimkehrt.
Die Erziehung eines Hundes stellt eine große Herausforderung für den Hundeführer dar, denn  zunächst muss der Hundeführer lernen, dem Hund verständlich zu machen, was er von ihm will und was er nicht von ihm will. Hunde gehen miteinander oft sehr grob um, wie uns scheint, um Machtverhältnisse klarzustellen. Dabei läuft vieles in Ritualen ab und ist nicht auf nachhaltige Beschädigung oder Tötung des Rivalen ausgerichtet.
Hunde lernen im Lauf des Zusammenlebens mit uns, Menschen zu lesen. Nachdem sie selbst über eine reichhaltige Mimik und Körpersprache verfügen und darüber hinaus auch mit Lautäußerungen operieren, unterziehen sie diese Kommunikationskriterien auch beim Menschen einer eingehenden Beobachtung: Sie beobachten sehr genau unsere Bewegungen, unsere Körperhaltung, sie blicken uns ins Gesicht, sie achten auf unsere Lautäußerungen, unsere Körperchemie und nehmen feinste Stimmungen an uns wahr, derer wir uns selbst oft gar nicht so bewusst sind. Vor einem Hund kann man sein ICH nicht verstecken und es sollte allen Hundehaltern noble Pflicht sein, dafür Sorge zu tragen, dass sich der Hund auch nicht vor dem Menschen verstecken muss.
Hunde sind uns Gefährten im Berufs- und Privatleben. Sie sind uns Augen, Ohren und Nase dort, wo unsere Sinne versagen. Sie stellen ihre Fähigkeiten zur Verfügung, und sie tun das umso begeisterter, je verständlicher wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen.
Tiere zu vermenschlichen ist ebenso falsch, wie Menschen wie Tiere zu behandeln. Wer einen Hund ins Haus holt und verantwortungsbewusst behandelt, überfordert ihn zunächst also nicht mit der Erwartungshaltung, ein Ersatzmensch sein zu müssen, sondern bemüht sich um das Erkennen des Wesens "Hund".
Im Umgang mit Tieren und somit auch in der Hundeerziehung hat ein umfassender Paradigmenwechsel stattgefunden. Jeder verantwortungsbewusste Hundeführer, der auch nur ein Quentchen Seele sein Eigen nennt, distanziert sich von Erziehungsmaßnahmen, die per Gesetz verboten sind. In der Jagdhundeausbildung, wo Hunde lernen, auch weitab vom Hundeführer konzentriert und verlässlich zu arbeiten, ist eine solide Vertrauensbasis besonders wichtig. Daher wird in der Ausbildung von Jagdgebrauchshunden sehr intensiv mit vertrauensbildenden Maßnahmen, mit positiver Verstärkung gearbeitet. Der Dank unserer Hunde - Verlässlichkeit, Leistungswille und beste Sozialisierung - kommen dem Wildtier, der Gesellschaft und uns als "Rudelführer" zugute.

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Informationen für Hundehalter

Der Steirische Jagdschutzverein hat im November 2015 ein Informationsblatt für Hundehalter im Format A6 herausgebracht, das das gedeihliche Miteinander von Mensch und Tier in freier Natur fördern soll. Sie können diese nachfolgend abgebildeten Informationsblätter (Farbe weicht etwas vom Original ab!) im Büro der Landesgeschäftsstelle anfordern.

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Rätselfrage des Monats

An dieser Stelle wird demnächst die Rätselfrage des Monats für Kinder und Jugendliche stehen, für deren richtige Beantwortung wir kleine Anerkennungspreise vergeben (in Bearbeitung)

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Weitere interessante Neuigkeiten aus der Landesgeschäftsstelle

... Ab sofort NEU  UND  NÜTZLICH für unsere Jungen und Junggebliebenen, im Jagdbetrieb und für die Fortbildung ...

Termine

Hauptausschusssitzung
22 März 15:00 - 18:00
Änderungen vorbehalten!
Hauptversammlung
25 Mai 14:00 - 18:00
Änderungen vorbehalten!
Konstituierende Vorstandssitzung
11 Juni 14:00 - 17:00
Änderungen vorbehalten!
Vereinsmeisterschaften im jagdlichen Schießen
06 Juli - 07 Juli 09:00 - 17:00
Änderungen vorbehalten!
Hauptausschusssitzung
22 November 15:00 - 18:00
Änderungen vorbehalten!