Satzungen des Steirischen Jagdschutzvereines

(in der Fassung des Beschlusses der Hauptversammlung vom 20.05.2006)


I. Name und Zweck des Vereines

Der Verein führt den Namen Steirischer Jagdschutzverein.

Der Steirische Jagdschutzverein, der eine unabhängige und parteiunpolitische Vereinigung ist, deren Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, will das Waidwerk und die Lebensräume aller wildlebenden Tiere in der Steiermark schützen, fördern und erhalten und ist bestrebt, mit der Steirischen Landesjägerschaft, der Körperschaft des öffentlichen Rechtes, zusammenzuarbeiten und diese zu unterstützen.

Er ist auch berechtigt, sich an Vereinen, Unternehmen und Gesellschaften in allen Rechtsformen, welche der Erreichung des Zwecks förderlich und dienlich sind, zu beteiligen.

Der Vereinszweck soll durch die nachstehend angeführten, ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

Als ideelle Mittel dienen:

  • Einsatz von Vereinsmitgliedern und befugtem Personal für alle Tätigkeiten des Vereins;
  • Anstellung von Vereinsmitgliedern durch den Verein;
  • Abhaltung von Ausbildungskursen für Mitglieder zur Erlangung der ersten Jagdkarte sowie Vorbereitung auf die Prüfung für den beeideten Jagdschutzdienst;
  • Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von Lehr- und Lernbehelfen sowie von Informationsmaterial, Mitteilungsblättern, Festschriften und Tonträgern;
  • Durchführung und Förderung von Lehr- und Informationsveranstaltungen, insbesondere von Versammlungen, Workshops, Vorträgen, Symposien, Diskussionen, geselligen Zusammenkünften und Jugendcamps;
  • Abhaltung von Veranstaltungen verschiedenster Art, insbesondere von Schießbewerben, Jagdhundevorführungen, Jagdhornbläser-Auftritten, Chorkonzerten, grünen Abenden, Jägerbällen, Flohmärkten und Bazaren;
  • Kontaktaufnahme mit Organisationen mit ähnlichen Zielsetzungen im In- und Ausland.

Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

  • Mitgliedsbeiträge und Beitrittsgebühren;
  • finanzielle Abgeltung von Leistungen des Vereins, seiner Mitglieder und Bediensteten;
  • Erträgnisse aus der Ausbildung für die Jägerprüfung zur Erlangung der ersten Jagdkarte und für die Prüfung für den beeideten Jagdschutzdienst;
  • Einnahmen aus Veranstaltungen des jagdlichen Schießens, des Jagdhundewesens, des Jagdhornblasens und von Jugendlehrgängen;
  • Spenden, Subventionen, Stiftungen, Sammlungen, Erbschaften, Vermächtnissen und sonstige freiwillige Zuwendungen;
  • Abgabe von Waren, insbesondere von Ausbildungsbehelfen, Informationsmaterial, Mitteilungsblättern, Festschriften, Tonträgern, Vereinsabzeichen, Ehren- und Jubiläumsurkunden;
  • Werbung jeglicher Art;
  • Sponsoring;
  • Zinserträgnisse;
  • Gewinne aus vereinseigenen Unternehmungen und Beteiligungen;
  • Erlöse aus dem Betrieb von Schießstätten;
  • Unterstützung von gleichinteressierten Gruppen.

Es ergibt sich für den Steirischen Jagdschutzverein unter anderem folgender Aufgabenbereich:

  1. Schutz aller wildlebenden Tiere, insbesonders Bestrebungen zur Erhaltung, Verbesserung und Rückgewinnung ihrer Lebensräume; Förderung des Natur- und Umweltschutzes.
  2. Vereinigung aller waidgerechten Jäger und an der Jagd Interessierter auf unpolitischer und freiwilliger Basis.
  3. Ausbildung für die Jägerprüfung zur Erlangung der ersten Jagdkarte; Ausbildung für die Prüfung für den beeideten Jagdschutzdienst sowie Weiterbildung der Mitglieder.
  4. Entsprechende Einflußnahme auf die bestehenden geschriebenen und ungeschriebenen jagdlichen Vorschriften und Gepflogenheiten und deren Befolgung, insbesonders der Bestimmungen des Steiermärkischen Jagdgesetzes.
  5. Erstattung von Wahlvorschlägen für die Wahlen in die Steirische Landesjägerschaft.
  6. Heranführen von Kindern und Jugendlichen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Umwelt und Jagd sowie Förderung jugendlicher Mitglieder hinsichtlich ihrer Interessen in diesen Bereichen.
  7. Förderung des jagdlichen Schießens, des Jagdhundewesens und des Jagdhornblasens.
  8. Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung.
  9. Pflege des jagdlichen Brauchtums.
  10. Mitwirkung an der Bekämpfung der Wilderei.
  11. Unterstützung in Not geratener Mitglieder (insbesonders von Berufsjägern) und deren Witwer und Witwen sowie Waisen.
  12. Anleitung aller Mitglieder, ihr jagdliches Wissen stets zu vertiefen und durch vorbildliches Verhalten das Ansehen der steirischen Jagd und ihrer Organisationen zu wahren.

II. Organisation des Vereines

  1. Sitz des Steirischen Jagdschutzvereines:

    Der Steirische Jagdschutzverein hat seinen Sitz und seine Landesgeschäftsstelle in Graz. Er erstreckt seine Tätigkeit über die gesamte Steiermark. Hierzu errichtet er Zweigstellen (auch Ortsstellen). Diese sind nur Verwaltungsstellen des Vereines und besitzen keine eigene Rechtspersönlichkeit.

  2. Das Geschäftsjahr (Vereinsjahr) ist das Kalenderjahr.
  3. Mitglieder
    1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden. Für Jugendliche, die zu Beginn des Geschäftsjahres das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Erwerb einer Jugendmitgliedschaft möglich.
    2. Zuständig für die Aufnahme eines Mitgliedes ist in der Regel die Zweigstelle, in der der Aufnahmewerber seinen Hauptwohnsitz hat. Die Aufnahme durch eine andere Zweigstelle oder durch mehrere Zweigstellen ist erst nach vorheriger Rücksprache mit der Zweigstelle des Wohnsitzes möglich.
    3. Personen, die ihren ordentlichen Wohnsitz nicht im Bundesland Steiermark haben, können von jeder Zweigstelle aufgenommen werden.
    4. Die Aufnahme jedes Bewerbers kann von der Zweigstellenleitung bzw. dem Vorstand ohne Angabe eines Grundes abgelehnt werden.
    5. Freiwillig ausscheiden kann jedes Mitglied nur mit Ende des Vereinsjahres, innerhalb dessen es seinen Austritt erklärt.
    6. Der Verlust der Mitgliedschaft tritt ein:
      • durch freiwilligen Austritt;
      • durch den Tod des Mitgliedes;
      • durch die unentschuldigte Nichtzahlung eines Jahresmitgliedsbeitrages binnen 30 Tagen, nach zweimaliger, schriftlicher Mahnung;
      • durch Ausschluß, den der Vorstand beschließen kann, wenn das Mitglied die Satzungen des Vereines verletzt oder sich gegen die Bestimmungen des Jagdgesetzes gröblich vergangen hat oder gerichtlich zu einer Freiheits- oder Geldstrafe verurteilt wurde.
    7. Rechte und Pflichten der Mitglieder: Alle Mitglieder haben das Recht, nach Maßgabe der Satzungen an den Vereinsversammlungen teilzunehmen, zu wählen und gewählt zu werden und von den Einrichtungen des Vereines Gebrauch zu machen. Die Mitglieder sind berechtigt, während ihrer Mitgliedschaft das Vereinsabzeichen zu tragen und sind verpflichtet, dasselbe am Ende ihrer Mitgliedschaft abzulegen. Für die Ausübung des aktiven Wahlrechtes ist das vollendete 16. Lebensjahr, für die Ausübung des passiven Wahlrechtes das vollendete 18. Lebensjahr erforderlich. Alle Mitglieder haben die Pflicht, die Ziele und das Ansehen des Vereines zu fördern, die Satzungen zu befolgen und die von der Hauptversammlung festgesetzten Beiträge zu zahlen.
    8. Ehrenfunktionäre und Ehrenmitglieder: In Anerkennung hervorragender Verdienste um den Verein und seine Ziele kann der Vorstand nach Prüfung eines eingebrachten, begründeten Antrages Auszeichnungen verleihen und Ehrenfunktionäre und Ehrenmitglieder ernennen.
  4. Einnahmen
    1. Die Mitglieder zahlen jährliche Beiträge, wobei deren Höhe und der Anteil, der den Zweigstellen zur Verfügung gestellt wird, durch die Hauptversammlung festgelegt wird. Der jährliche Beitrag für eine Jugendmitgliedschaft beträgt die Hälfte des von der Hauptversammlung festgelegten Mitgliedsbeitrages und verbleibt zur Gänze in den Zweigstellen.
    2. Die Ehrenfunktionäre und Ehrenmitglieder sind zu keinen Beiträgen verpflichtet.
    3. Die weiteren Einnahmen des Vereines ergeben sich aus Punkt I..
    4. Die weiteren Einnahmen im Sinn der lit c), die den Zweigstellen und Ortstellen zufließen, sind diesen zu belassen und für die Ziele des Vereines zu verwenden.
    5. Zweck und Tätigkeit des Vereines sind nicht auf Gewinn gerichtet. Etwaige erzielte Überschüsse sind zur Erfüllung der in Punkt I. gestellten Aufgaben zu verwenden.
  5. Zweigstellen
    1. Aufbau der Zweigstellen
      1. Der Bereich jeder Zweigstelle umfaßt in der Regel einen bestehenden oder ehemaligen Gerichtsbezirk.
      2. Der Zweigstelle steht der Zweigstellenobmann vor.
      3. Die Zweigstellenleitung besteht aus dem Zweigstellenobmann, dessen höchstens zwei Stellvertretern, dem Kassier und dem Schriftführer. Die Zweigstellenleitung sowie die zwei Rechnungsprüfer werden von den Mitgliedern der Zweigstelle in der Jahresversammlung auf drei Jahre gewählt. Diese Wahl ist dem Vorstand bekanntzugeben. Der Präsident ist über Beschluß des Vorstandes berechtigt, Funktionäre abzuberufen, wenn die Durchführung der satzungsmäßigen Aufgaben der Zweigstelle durch die betreffenden Funktionäre nicht gewährleistet ist.
      4. Die Wahl der Zweigstellenleitung hat grundsätzlich mit Stimmzetteln in geheimer Form zu erfolgen. Liegt nur ein gültiger Wahlvorschlag vor und verlangt kein wahlberechtigtes anwesendes Mitglied die Abstimmung mittels Stimmzetteln, so ist auch eine andere Form der Abstimmung zulässig. Während des Wahlvorganges übernimmt entweder ein anwesendes Vorstandsmitglied oder ein verdienstvolles Mitglied, welches keine Funktion in der Zweigstellenleitung ausübt, den Vorsitz. Hierzu wird auf die Wahlordnung des Steirischen Jagdschutzvereines verwiesen.
      5. Der Zweigstellenausschuß berät die Aktivitäten der Zweigstelle und ihrer Ortsstellen. Er besteht aus der Zweigstellenleitung, den Ortsstellenleitern und den im Bedarfsfall vom Zweigstellenobmann bestellten Beiräten.
    2. Aufgaben des Zweigstellenobmannes
      1. Er führt die Aufträge des Vorstandes durch, hält im Vereinsjahr eine ordentliche Jahresversammlung der Zweigstelle ab und erstattet hierüber dem Vorstand innerhalb von drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahres einen schriftlichen Bericht einschließlich eines für die Erstellung des ordnungsgemäßen Jahresabschlusses geeigneten Kassenberichts. Jede ordnungsgemäß einberufene Jahresversammlung ist bei jeder Anzahl von Anwesenden beschlußfähig und faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.
      2. Er bestellt im Bedarfsfalle nach Beratung mit der Zweigstellenleitung Beiräte in den Zweigstellenausschuß.
      3. Er hält enge Fühlung mit dem Vorstand und mit den Nachbarzweigstellen.
      4. Er bestimmt nach Beratung mit der Zweigstellenleitung in der Jahresversammlung die Delegierten für die Hauptversammlung.
      5. Er wirbt mit seinen Funktionären neue Mitglieder und veranlaßt deren Aufnahme.
      6. Er baut im Bedarfsfalle nach Beratung mit der Zweigstellenleitung Ortsstellen auf.
      7. Er schlägt nach Beratung mit der Zweigstellenleitung verdiente Mitglieder und andere Personen mit jagd- und wildfreundlicher Einstellung zur Ehrung vor.
      8. Er fördert die Pflege der Waidgerechtigkeit sowie der waidmännischen Sitten und Bräuche.
      9. Er schlägt nach Beratung mit der Zweigstellenleitung hilfsbedürftige Mitglieder oder deren Hinterbliebene zur Unterstützung vor.
      10. Die Funktion des Zweigstellenobmannes ist mit der des Landes- und der des Bezirksjägermeisters unvereinbar.
  6. Ortsstellen
    1. Aufbau der Ortsstellen
      Innerhalb jeder Zweigstelle können Ortsstellen unter Führung eines Ortsstellenleiters errichtet werden. Die Ortsstellen sind Bestandteile der Zweigstelle. Die Bestellung und Abberufung der Ortsstellenleiter erfolgt durch den Zweigstellenobmann nach Beratung mit der Zweigstellenleitung (allenfalls über Auftrag des Vorstandes).
    2. Aufgaben des Ortsstellenleiters
      1. Er wirbt Mitglieder.
      2. Er führt die Aufträge der Zweigstelle durch.
      3. Er hält Fühlung mit den Mitgliedern und fördert die Pflege der Waidgerechtigkeit sowie der waidmännischen Sitten und Bräuche, gute Jagdnachbarschaft und den kameradschaftlichen Geist.

III. Das Präsidium

    Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten und den drei Vizepräsidenten.

    Der Präsident
    1. Er vertritt den Steirischen Jagdschutzverein nach außen.
    2. Es obliegt ihm, gemeinsam mit dem Vorstand, dem Steirischen Jagdschutzverein Tätigkeitsschwerpunkte vorzugeben.
    3. Er führt den Vorsitz im Vorstand, im Hauptausschuß und in der Hauptversammlung.
    4. Er vollzieht die Beschlüsse des Vorstandes.
    5. Er bestimmt im Falle seiner Verhinderung, welcher seiner Vizepräsidenten die Geschäfte führen soll.
    6. Er zeichnet für den Steirischen Jagdschutzverein; bei vermögensrechtlichen Handlungen zeichnet der Präsident oder einer der drei Vizepräsidenten gemeinsam mit dem Hauptkassier.
    7. Er beruft nach Bedarf eine Vorstandssitzung ein.
    8. Er beruft die Sitzungen des Hauptausschusses und die Hauptversammlung ein.
    9. Im Falle eines Rücktritts oder eines sonstigen Aufhörens der Funktion des Präsidenten wird dieser bis zum Ablauf der Funktionsperiode zunächst durch einen Vizepräsidenten, in weiterer Folge durch ein Vorstandsmitglied vertreten. Der Stellvertreter ist durch den Vorstand in geheimer Wahl zu ermitteln. Bei Stimmengleichheit ist ein neuerlicher Wahlvorgang erforderlich.
    10. Die Funktion der Präsidenten ist mit der Funktion des Landes- oder des Bezirksjägermeisters und der eines Zweigstellenobmannes unvereinbar.
    11. Er ist berechtigt, zur Führung der Landesgeschäftsstelle über Beschluß des Vorstandes eine/mehrere hauptberufliche Arbeitskraft/Arbeitskräfte einzustellen.

IV. Organe

    1. Der Vorstand
    2. Der Hauptausschuß
    3. Die Hauptversammlung

    ad 1. Der Vorstand
    1. Der Vorstand vollzieht die Beschlüsse des Hauptausschusses und beschließt über laufende Vereinsangelegenheiten, Verleihung von Auszeichnungen, Ernennung von Ehrenfunktionären und Ehrenmitgliedern sowie über den Ausschluß von Mitgliedern. Er besteht aus dem Präsidenten, den drei Vizepräsidenten, dem Hauptkassier (Stellvertreter), dem Schriftführer, sowie den Referenten der Berufsjäger, für die Jagdhundeführer, für die Jagdhornbläser, für das Schießwesen und für die Öffentlichkeitsarbeit und so vielen weiteren Mitgliedern, daß jeder politische Bezirk in der Steiermark zumindest durch ein Mitglied im Vorstand vertreten ist. Der Vorstand hat das Recht, Mitglieder zu kooptieren. Der Vorstand ist ermächtigt, Anträge an die Steirische Landesjägerschaft zu stellen.
    2. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn nach Einberufung sämtlicher Mitglieder zumindest zehn anwesend sind, unter denen sich der Präsident oder ein Vizepräsident befinden muß. Er entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit zählt die Stimme des den Vorsitz führenden Präsidenten bzw. Vizepräsidenten doppelt.
    3. Das Vorschlagsrecht für die Zusammensetzung des Vorstandes obliegt dem Präsidenten. Ein vom Hauptausschuß zu nominierendes Komitee (bestehend aus höchstens zehn Mitgliedern) hat diese Empfehlung des Präsidenten zu prüfen und den Wahlvorschlag zu erstellen. Der Hauptausschuß hat hierauf in geheimer Wahl über diesen Wahlvorschlag abzustimmen. Jener Wahlvorschlag, der die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Hauptausschusses erlangt, ist der Hauptversammlung zur Abstimmung - gemäß der Wahlordnung - vorzulegen.
    4. Die Funktion eines Vorstandsmitgliedes ist ehrenamtlich. Entschädigungen für Aufwendungen, die in Ausübung der Vorstandstätigkeit einem Vorstandsmitglied erwachsen, können nur in Ausnahmefällen gewährt werden.
    5. Der Vorstand ist berechtigt, eine Geschäftsordnung zu beschließen.
    ad 2. Der Hauptausschuß
    1. Der Hauptausschuß besteht aus dem Vorstand und sämtlichen Zweigstellenobmännern.
    2. Im Verhinderungsfall eines Zweigstellenobmannes wird er durch einen Stellvertreter beim Hauptausschuß vertreten.
    3. Dem Hauptausschuß obliegt besonders:
      • Der Landesregierung Vorschläge für die Wahl und Bestellung der Funktionäre der Steirischen Landesjägerschaft zu machen.
      • Über Anträge an die Steirische Landesjägerschaft zu beschließen.
      • Die Gründung und Auflösung von Zweigstellen zu genehmigen.
      • Die Ersatzwahlen bis zur nächsten, ordentlichen Hauptversammlung zu veranlassen.
    4. Der Hauptausschuß ist nach Einberufung sämtlicher Mitglieder bei Anwesenheit eines Präsidenten bzw. Vizepräsideten und eines Drittels der übrigen Mitglieder beschlußfähig. Sollte der Hauptausschuß zur festgesetzten Zeit nicht beschlußfähig sein, wird er nach Ablauf einer Zeit von 30 Minuten ohne Rücksicht auf die Anzahl der Hauptausschußmitglieder beschlußfähig. Der Hauptausschuß beschließt mit einfacher Mehrheit; der Vorsitzende enthält sich der Stimme, bei Stimmengleichheit entscheidet jedoch seine Stimme.
    ad 3. Die Hauptversammlung
    1. Die Hauptversammlung wird vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung von jenem Stellvertreter geleitet, den er hiefür bestimmt. Außer den Mitgliedern des Hauptausschusses haben die Delegierten der Zweigstellen, und zwar für je angefangene 50 Mitglieder jeder Zweigstelle ein Delegierter, das Stimmrecht. Die Delegierten der Zweigstelle werden alljährlich in deren Jahresversammlung durch den Zweigstellenobmann bestimmt.
    2. Die ordentliche Hauptversammlung hat einmal jährlich, und zwar in den ersten fünf Monaten des Vereinsjahres stattzufinden.
    3. Ort, Zeit und Tagesordnung einer Hauptversammlung sind mindestens drei Wochen vorher allen Zweigstellenobmännern bekannt zu geben.
    4. Der ordentlichen Hauptversammlung obliegt insbesonders:
      1. Entgegennahme des Jahresberichtes, vorgetragen durch den Präsidenten oder einen der Vizepräsidenten,
      2. Entgegennahme der Rechnungslegung über das abgelaufene Vereinsjahr, des Berichtes der Rechnungsprüfer, Entlastung des Vorstandes und des Hauptkassiers,
      3. Beschlußfassung über den vom Hauptkassier erstellten Voranschlag für das laufende Vereinsjahr,
      4. Wahl des Präsidenten, der Vizepräsidenten und des übrigen Vorstandes sowie zweier Rechnungsprüfer, Funktionsdauer je drei Jahre,
      5. Bestimmung des Ortes der nächsten Hauptversammlung,
      6. Beschlußfassung über eingebrachte Zweigstellenanträge,
      7. Satzungsänderungen,
      8. Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages und des Anteils, der den Zweigstellen zur Verfügung gestellt wird,
      9. Auflösung des Vereines.
    5. Anträge an die Hauptversammlung müssen vier Wochen vorher beim Vorstand eingelangt sein.
    6. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung können der Vorstand, der Hauptausschuß, ein Zehntel der Mitglieder oder 20 Zweigstellenobmänner verlangen.
    7. Jede ordnungsgemäß einberufene Hauptversammlung ist bei jeder Anzahl von Anwesenden beschlußfähig.
    8. Die Haupversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Ein Beschluß über die Auflösung des Vereines erfordert Zweidrittelmehrheit.

V. Rechnungsprüfer

Den von der Hauptversammlung gewählten Rechnungsprüfern obliegt die Prüfung der Finanzgebarung des Vereines, die Vornahme von wiederholten Kassenrevisionen sowie die Erstattung des Berichtes über die Rechnungsprüfung an die Hauptversammlung, verbunden mit der Antragstellung auf Erteilung der Entlastung. Sie haben das Recht der Einsicht in alle Belege und Wirtschaftsbücher des Vereines.


VI. Das Schiedsgericht

Streitigkeiten, die aus dem Vereinsverhältnis entstehen, werden endgültig durch ein Schiedsgericht entschieden. Jeder der streitenden Teile wählt unter den Vorstandsmitgliedern je einen Schiedsrichter und diese einen Obmann. Können sich diese über die Wahl eines Obmannes nicht einigen, so hat der Präsident einen Obmann zu ernennen.


VII. Auflösung des Vereines

Die Auflösung des Vereines kann von einer ordentlichen oder außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden, wenn der Auflösungsantrag von mindestens zwei Dritteln der Zweigstellen schriftlich eingebracht wurde und auf der Tagesordnung steht. Zur Beschlußfassung ist Zweidrittelmehrheit erforderlich. Diese Hauptversammlung hat auch - sofern Vereinsvermögen vorhanden ist - über die Liquidation, insbesondere die Bestellung eines Liquidators zu beschließen. Wird der Verein aufgelöst oder fällt der bisherige begünstigte Vereinszweck weg, ist das verbleibende Vermögen der Steirischen Landesjägerschaft, der Körperschaft des öffentlichen Rechtes, zu übergeben, mit der Auflage, die Mittel einem gemeinnützigen oder mildtätigen Zweck im Sinn der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung zuzuführen. Die Hauptversammlung kann mit Zweidrittelmehrheit die Übertragung des verbleibenden Vermögens auf einen neuen Verein, der ebenfalls gemeinnützige Zwecke im Sinn der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung verfolgt, beschließen. Eine andere Verwendung, insbesondere eine Aufteilung auf die Vereinsmitglieder ist ausgeschlossen. Der letzte Vereinsvorstand hat die Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen. Er ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb derselben Frist in der Zeitschrift der Steirischen Landesjägerschaft zu verlautbaren. Der Verein gibt sich eine eigene Geschäfts- und Wahlordnung.

Termine

Jahrestreffen der Jagdhornbläser
26 Januar 09:30 - 13:00